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Neuerscheinungen


Theorie und Praxis Verlag (Hrsg.) Nachrichten aus Gaza
Aktuelle Dokumentation
Zur zionistischen Aggression und
Palästinensischem Widerstand

ISBN 978-3-939710-09-7
1. Auflage 2010
107 Seiten
8 €
info@tup-verlag.com

Nachrichten aus Gaza

„Von der Geschichte anderer Länder lernt man/frau, dass es keinen Frieden, keine Sicherheit, keine Entwicklung geben kann, bevor nicht die Kolonialmacht besiegt wird und aus diesen Ländern verschwunden ist. Und das geht nur durch bewaffneten Widerstand. Und Israel als Besatzungsmacht wird kein anderes Schicksal als die früheren Kolonialmächte erwarten.“2


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Zitat Gaza-Info März 2009

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Als am 27. Januar 2008 die Aggression gegen den Gazastreifen begann, erinnerte der Medientenor an die jüngsten imperialistischen Kriege, wie sie bereits gegen den Irak, Afghanistan und Jugoslawien geführt wurden: Die Opfer werden zu Tätern erklärt und die eigentlichen Hintergründe des Konflikts in den Hintergrund gedrängt.

Krieg beginnt nicht im luftleeren Raum. Krieg beginnt in den Köpfen. Krieg passiert, weil wir ihn zulassen, verschanzt in unserer passiven Distanz, trägen Hilflosigkeit oder angeblichen Neutralität. Vielleicht auch in der gewählten Flucht in eine Form von Vergangenheitsbewältigung, aus der wir nichts lernen, da sie von der Gegenwart abgetrennt wird und nur mehr als Entschuldigung für unsere Zustimmung zu heutigen Kriegen dient. Dass die Wahrheit bekanntlich das erste Opfer des Krieges ist, beginnt schon mit der Bezeichnung „Krieg“ für den Überfall einer hochgerüsteten Armee auf eine unbewaffnete Zivilbevölkerung. Zum imperialistischen Dauerkrieg gehört deshalb auch die mediale Aufbereitung und Propaganda, in der sich der Westen als neutraler Mediator präsentiert, der mit einer humanitären Intervention in einen Konflikt eingreift oder – wie es auch unser Freund aus Palästina ausgedrückt hat – schließlich auf dem diplomatischen Parkett durchzusetzen versucht, was der Aggressor durch seine Massenvernichtungswaffen nicht schaffen konnte.

Das Gaza-Info sollte eine Alternative darstellen zum Einheitsbrei der Mainstreammedien und den zionistischen Bloggern, die in den letzten Jahren alle Leserbriefseiten und Diskussionsforen mit ihren Spams überzogen haben. Rein materiell gesehen waren wir im Nachteil: ohne finanzielle Unterstützung und Lobby, wie es denen vorbehalten ist, die für den Imperialismus schreiben.
Dafür hatten wir den Vorteil, authentisch berichten zu können und unmittelbar von Betroffenen informiert zu werden. Den Vorteil, nicht mehr auf die kommentierten Fetzen an Information angewiesen zu sein, die von der Zensur noch übriggelassen oder noch nicht manipuliert wurden. Den Vorteil, auf die Unterstützung engagierter KriegsgegnerInnen zu treffen, die ihrerseits die Berichte weiter verbreiten. Und die Chance, mit dem Gaza-Info nicht nur die Zensur, sondern auch die Geografie zu überwinden.

Die Gaza-Info wird auch nach dem offiziellen „Waffenstillstand“ fortgesetzt – nicht nur, weil bis heute militärische Übergriffe stattfinden. Auch, weil die mörderische Blockade andauert, für die die EU, die USA und ihre Verbündeten federführend verantwortlich zeichnen.1 Weil die zionistische Besatzung andauert und Israel weiterhin auf Krieg und Aggression setzt. Weil weiterhin der Bedarf an unabhängiger Information besteht. Und weil uns der palästinensische Kampf zeigt, dass der Widerstand gegen Imperialismus möglich ist.

1 Das „größte Freiluftgefängnis der Welt“, wie Gaza mittlerweile offiziell bezeichnet wird, wird noch immer mit einem Hungerembargo für eine demokratische Wahl bestraft, mit deren Ergebnis der Imperialismus nicht einverstanden ist.

   

 

 

  Wir öffnen den Blick für das Wesentliche